Leckerschmecker - Rezepte & Kochtipps
Ich bin sauer - Fotostory Brotback-Experiment
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- Kategorie: Leckerschmecker - Rezepte & Kochtipps
- Erstellt am Sonntag, 13. Januar 2013 18:25
- Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 13. Januar 2013 18:25
- Veröffentlicht am Sonntag, 13. Januar 2013 18:25
- Geschrieben von Martina Yaman
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Gestatten, ich bin sauer - Sauerteig.
Seit Wochen steht schon die 5-kg-Tüte Roggenmehl im Weg rum; letzte Woche habe ich endlich daran gedacht, wieder mal den Sauerteig anzusetzen, die Temperaturen stimmen jedenfalls im Moment. Klingt nach uraltem Wissen, Vollmond und so? Ist es aber eigentlich nicht. Man braucht dazu nur Trinkwasser, Roggenmehl und Milchsäurebakterien. Ersteres und zweiteres wird zu einem dünnen Teig verrührt, letztere gesellen sich, wenn man alles richtig gemacht hat, freiwillig dazu.
Am besten fängt man mit ganz wenig an, eine kleine Tasse Mehl, kleine Tasse Wasser. Dann das ganze an einem 20-22 Grad warmen Platz parken und täglich - oder zumindest immer dann, wenn man dran denkt - füttern. Ein EL Mehl, etwas Wasser, mehr verlangt der neue Hausgenosse nicht. Nach 3-4 Tagen sollte er anfangen, deutlich sauer zu riechen und leise vor sich hin zu blubbern. Dann kann man ihn noch mal kräftig füttern (diesmal etwas mehr) und etwas wärmer stellen. Mein Sauerteig steht bevorzugt auf der Aquaruimlampe, das sind moderne T5-Röhren - werden angenehm handwarm, nicht heiss, Dort ist er dann erwartungsgemäss - mittlerweile auf ca 1/2 Liter angewachsen - sehr munter geworden und hat vor sich hin geblubbert und sich etwa verdoppelt.
Geruchstest ist angenehm, vorsichtigte Geschmacksprobe: passt. Ziemlich sauer, aber nicht bitter oder scharf, leckerer Milchsauer-Geschmack.
Dieses ganze Führen und Tralala macht mich irgendwie nervös, ich probiers jetzt mal nach Gutdünken. Heute habe ich ca. 3/4 von meinem Ansatz mit 1/2 l Trinkwasser (aus der Flasche) mit 400 gr Roggenmehl und 600 gr Weizenmehl vermischt. Ergibt alles in allem eine ziemlich zähe Pampe und ruht nun zugedeckt auf dem Wohnzimmerschrank.
Morgen gehts weiter mit meinem Backexperiment.

Sonntag, 13.01.2013
So, die Nacht ist um und der Vorteig hat sich perfekt entwickelt. Ganz ohne Hefe hat sich mein Vorteig etwa verdoppelt und fängt auch quasi sofort wieder an zu blubbern, wenn man ihn nach dem Umrühren in Ruhe lässt.
Alkoholfreier scharfer Kirschglüh
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- Kategorie: Leckerschmecker - Rezepte & Kochtipps
- Erstellt am Freitag, 28. Dezember 2012 17:44
- Zuletzt aktualisiert am Freitag, 28. Dezember 2012 17:51
- Veröffentlicht am Freitag, 28. Dezember 2012 17:44
- Geschrieben von Martina Yaman
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mit Ingwer und Gewürzen
500 ml zuckerfreier Kirschsaft (Türkei: Marke Aroma)
1 geh. TL geriebener frischer Ingwer
1 Zimtstange
1 Nelke
1/2 Anisstern
1 Msp gemahlener Kardamom
je 1 gestr. TL abgeriebene Zitronen- unf Orangenschale
1 TL brauner Zucker
alles zusammen kurz aufkochen lassen. Durch ein feines Sieb abseihen und sofort servieren. Man kann ihn natürlich auch mit einem guten Schuss Amaretto oder Jamaica-Rum "verfeinern"
Kuşbaşılı Pilaki - mediterraner Auflauf
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- Kategorie: Leckerschmecker - Rezepte & Kochtipps
- Erstellt am Freitag, 28. Dezember 2012 17:22
- Zuletzt aktualisiert am Freitag, 28. Dezember 2012 17:22
- Veröffentlicht am Freitag, 28. Dezember 2012 17:22
- Geschrieben von Martina Yaman
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Kuşbaşılı Pilaki
Der Kniff bei diesem Fleisch-Gemüsetopf ist, dass Gemüse und Fleisch getrennt gegart werden und nur in den letzten 10 Minuten noch einmal zusammen geschmort werden. So behält alles seinen Eigengeschmack und das reichliche Olivenöl (bei Pilaki ein muss) zieht nicht in die Kartoffeln.
Eine Knolle Knoblauch klingt sehr viel, aber wenn man die Zehen ungeschnitten (auch nicht den Stumpf abschneiden) zm Gemüse gibt, schmort er langsam mit und behält einen milden Eigengeschmack und gibt so gut wie keinen Knoblauchgeschmack ab.
Der Untergang des Morgenlands! Mindestens!
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- Kategorie: Leckerschmecker - Rezepte & Kochtipps
- Erstellt am Freitag, 01. Juni 2012 18:18
- Zuletzt aktualisiert am Freitag, 01. Juni 2012 18:26
- Veröffentlicht am Freitag, 01. Juni 2012 18:18
- Geschrieben von Martina Yaman
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Unglaublich. Im Land des Türk Kahve (und auch des Nescafés, ich gebs ja zu) gibt es jetzt fertigen türkischen Kaffee aus der Tüte. Natürlich von Nescafé, der hierzulande etwa die gleiche Bedeutung für ein Produkt hat wie Tempotaschentücher. Wenn man Filterkaffee möchte (oder etwas feiner auch "avrupalı kahve" - Europäischer Kaffee - genannt) muss man diesen ausdrücklich bestellen, sonst gibts Pulverkaffee.Hat ja alles seine Zeit, aber Türkischer Kaffee aus der Tüte? Geht gar nicht. Oder? Nunja, die Neugier trieb mich dazu und das kurzfristige Angebot meines Lieblingsdiscounters, das doch mal auszuprobieren.
So sieht die Tüte aus:

Etwa so groß wie eine Tüte Backpulver, naja. "Orta" heisst mittelsüß, also wahrscheinlich viel zu süß für normale europäische Zungen. Das graubräunliche Pulver sieht auch nicht wirklich einladend aus, egal. Jetzt wird es ausprobiert. In eine Moccatasse, kochendes Wasser drauf, und siehe da, zumindest optisch nicht von "echtem, handgemachten" türkischem Kaffee zu unterscheiden. Es bildet sich eine zufriedenstellende Crema. Sieht aus wie Mocca, riecht wie Mocca.... und schmeckt auch wie Mocca!
Sogar der Kaffeesatz ist vorhanden, wenn auch wohl etwas unleserlich, das kann aber auch daran liegen, dass ich das perfekte Umkippen nicht beherrsche.

Aber der Geschmack ist auf jeden Fall befriedigend mit Tendenz gut. Wer alle Naslang mal einen türkischen Kaffee trinken mag, ist damit sicherlich besser beraten, als mit der 100 gr - Packung des normalen Pulverkaffees, da dieser durch die sehr feine Mahlung sehr schnell *bäh* schmeckt.
Kandil Simidi - mürbe Sesamkringel
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- Erstellt am Freitag, 25. Mai 2012 05:49
- Zuletzt aktualisiert am Freitag, 25. Mai 2012 05:49
- Veröffentlicht am Freitag, 25. Mai 2012 05:49
- Geschrieben von Martina Yaman
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An den Kandil Feiertagen wird entweder - in Alanya - an die Nachbarschaft bisi bisi verteilt (das sind in Fett ausgebackene Hefeteigfladen) oder Kandil Simidi verteilt. Da ich ohnehin ein Fan von Mürbeteig bin, mussten die auch mal ausprobiert werden. Und was soll ich sagen? Ein Gedicht. Nur das nächste Mal ein Hauch mehr Salz. Mahlep sollte man in jedem türkischen Supermarkt auch in Deutschland bekommen - und sollte darauf nicht verzichten, denn das edle Mahlep-Aroma gibt dem Gebäck erst den richtigen Pfiff!

Zutaten für 48 handtellergroße Kringel:
500 gr Butter, sehr weich und etwa 1/3 davon zerlassen
250 gr Joghurt, halbfett
2 EL Mahlep (Steinweichsel, ein aromatisches Gewürz)
2 Päckchen Backpulver (es gibt auch aromatisiertes mit Mahlep von Dr. Oetker)
2 Eigelb
1 kg Mehl
2 Eiweiss, 1 Ei
250 gr Sesam
Alle Zutaten schnell mit einem Mixer verrühren (der Teig sollte dann krümelig aussehen) und dann kurz mit der Hand glattkneten und 30 Minuten ruhen lassen. Mürbteig wird nur dann locker und zart, wenn er möglichst wenig geknetet wird - sichtbare Butterspuren im Teig dürfen bleiben, das macht ihn noch zarter!
Backofen auf ca 180 Grad vorheizen.
Eiweiss und Ei mit 2-3 EL Mineralwasser verquirlen, in einen tiefen Teller geben. Sesam in einen zweiten tiefen Teller geben.
Dem Teig etwa 40-50 gr schwere Stücke entnehmen (etwa Aprikosengröße) und zu ca. 15 cm lange, daumendicken Rollen ausrollen. Dabei KEIN Mehl verwenden, wenn der Teig richtig ist, düfte das kein Problem sein. Zu Kringeln formen und dann mit einer Gabel erst im Ei und dann im Sesam wenden. Kringel auf ein Backblech legen und ca 45 Minuten hellbraun backen.
Sehr einfach und schnell gemacht!




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